Aurelia Semperboni

Aurelia Semperboni

BESTOFF19
planet a

BestOff 2019

planet a

Alltägliche Gewohnheiten und wiederkehrende Routinen sind kaum wahrgenommene, aber dennoch feste Bestandteile unseres Lebens. In planet a rückt die Künstlerin bewusst solche Situationen in den Fokus. Über einen Zeitraum von drei Monaten werden alle zurückgelegten Wege notiert und in ein tabellarisches Bewegungsprofil übersetzt. Zur Darstellung der analytischen Datenstruktur nutzt die Künstlerin einen aus 24 gefärbten Gipsschichten zusammengesetzten Bohrkern. Die individuelle Breite eines Farbbereichs leitet sich aus der Analyse des Bewegungsprofils ab und verweist darauf, wie oft ein Weg zurückgelegt wurde.
Der zweite Teil der Arbeit besteht aus Objekten, die von der Künstlerin innerhalb dieses Zeitraumes gesammelt wurden.
Jedes Objekt steht symbolisch für eine erfahrene Situation und artikuliert sich als Erinnerungsobjekt. So werden manche Wege bedeutender als andere, die aus der Erinnerung entschwinden.
Zur rein wissenschaftlich und analytisch durchgeführten Dokumentation kommt die subjektive, assoziative Ebene hinzu. Mit beiden Bereichen bekommen die BesucherInnen Einblick in die alltägliche Situation der Künstlerin.

Everyday habits and recurring routines are barely perceived, but nevertheless integral parts of our lives. In planet a the artist consciously focuses on such situations. Over a period of three months, all the paths travelled are noted and translated into a tabular motion profile. To illustrate the analytical data structure, the artist uses a drill core composed of 24 coloured plaster layers. The individual width of a color ranges is derived from the analysis of the motion profile and indicates how often a path has been covered.
The second part of the work consists of objects collected by the artist during this period. Each object symbolically stands for an experienced situation and articulates itself as an object of memory. Thus, some paths become more important than others that vanish from memory.
The subjective, associative level is added to the purely scientific and analytical documentation. Both areas give visitors an insight into the artist's everyday situation.

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